Vegan Leben

Vegan essen und sogar soweit möglich komplett vegan zu leben, ist gar nicht so schwer, wie manche glauben. Und es gibt zahlreiche Gründe dafür, sein Leben vegan zu bestreiten und auch anderen Menschen davon zu erzählen.

Hier sind unsere 10 wichtigsten Gründe, vegan zu essen und zu leben:

1. Stopp der Massentierhaltung

Das größte Übel gegen das Tierwohl in unser Gesellschaft ist die Massentierhaltung. Völlig entfremdet von jeglicher natürlicher Realität werden Tiere, die so intelligente sind und so fühlen wie unsere geliebten Haustiere, ohne Tageslicht eingefercht, gequält und benutzt. Jeglicher Respekt und jegliche Moral gehen dabei verloren. Der Verbraucher ist dabei abgekoppelt von der Produktion und sieht nur das fertig abgepackte Stück Fleisch im Supermarkt. Doch genauso wie ein Diktator seine Soldaten in den Krieg schickt und sogar noch schuldiger ist als die Ausführenden, so steuert der Verbraucher durch seine Kaufentscheidung die Produktion der lebendigen Fleischmaschinen. Mit einer veganen Lebensweise verliert die Fleischindustrie den Anreiz, Tiere auf Profit zu produzieren.

2. Stopp der Tierschlachtung zu Profitzwecken

Es mag eine Zeit gegeben haben, in der man hierzulande nur überleben konnte, wenn man Vieh gehalten hat. Das ist heute nicht mehr so. Der Mensch ist in Deutschland heutzutage so frei, dass er ohne das Töten anderer Lebewesen überleben kann. Das nennt man Entwicklung. Das nennt man Kultur. Argumente wie „der Mensch hat immer schon Fleisch gefressen“ sind völlig abgedroschen, weil man dann auch sagen kann: Früher sind behinderte Affen einfach gestorben, weil sie nicht stark genug waren. Ist das ein Grund dafür, heute mit Menschen mit Handicap genauso umzugehen? Natürlich nicht. Und so gibt es auch keinen Grund dafür, heute Fleisch zu essen, nur weil man es früher so gemacht hat. Egal ob in Massenhaltung oder nicht, eine vegane Lebensweise bei der Mehrzahl der Menschen würde letztlich die Tierschlachtung zu Profitzwecken stoppen. Tiere könnten in Einklang mit der Natur weiterhin Zwecke erfüllen, sei es zum Beispiel Schafe, die das Gras auf Deichen kurz halten. Nur wäre kein Bedarf mehr für Riesen-Haltungsanlagen zu Mastzwecken mehr da.

3. Moralische Zufriedenheit

Fleischesser wissen, dass Tiere für sie sterben müssen. Sie wissen auch, wie Massentierhaltung erfolgt. Sie wissen, dass Tiere gequält werden, nehmen dies aber billigend in Kauf. Wenn man darauf verzichtet, fühlt man sich freier. Mit einer veganen Lebensweise kommt eine moralische Zufriedenheit. Die Gewissheit, das richtige zu tun.

4. Steigerung der Gesundheit

Vermeintliche Experten und Ärzte raten teilweise von einer veganen Lebensweise ab. Das Totschlagargument des Nährstoffmangels geht um. Es ist genau das Gegenteil der Fall. Warum besteht jede Krebs-Diät aus einer veganen Ernährung mit viel Antioxidantien-Bekämpfer wie Brokkoli? Warum werden Fleisch und Milchprodukte weggelassen, wenn man Krebs hat? So weit muss es nicht kommen. Wer vegan lebt, berichtet von einer spürbaren Verbesserung der Gesundheit, einer besseren Verdauung, dem Verschwinden von Sodbrennen – und vieles mehr. Wer es einmal ausprobiert hat, möchte nicht wieder zurück. Auch die angeblich so gesunden Milchprodukte, so die heutige Erkenntnis, entziehen den Knochen eher Mineralien, als sie hinzuzufügen. Wichtig ist in dieser Hinsicht auch das Säure-Basen-Verhältnis. Vegane Lebensmittel sind häufig basisch, ganz einfach, weil Obst und Gemüse basisch auf den Körper wirken. So kann man mehrere Konzepte miteinander verbinden. Dass körperliche Höchstleistungen mit veganer Ernährung nicht möglich sind, ist ebenfalls nicht belegt, eher im Gegenteil. Eine vegane Ernährung führt für die meisten Menschen höchstwahrscheinlich zu einer Steigerung der Lebensqualität und zur Prävention moderner Zivilisationskrankheiten.

5. Stopp der ausnutzenden Tierhaltung für weitere Tierprodukte

Im Gegensatz zum vegetarischen Ansatz ist es bei der veganen Ernährung mit dem Verzicht auf Fleisch und Fisch nicht getan. Es wird auf sämtliche tierische Produkte verzichtet, aus gutem Grund. Denn erstens muss man nicht wie oft behauptet unbedingt Eiweiß aus Milchprodukten beziehen und zweitens kommen auch bei der Produktion von tierischen Erzeugnissen Tiere zu Schaden. Milchkühe sind heutzutage überzüchtet, haben eiternde Euter und werden mit Antibiotika behandelt. Mit einem natürlich Produkt hat die Milch nichts mehr zu tun. In der Molkerei werden die Bestandteile voneinander getrennt und am Ende gibt es verschiedene weiße Flüssigkeiten, die im Supermarkt stehen. Dass die Tiere dabei zumeist ebenfalls kein artgerechtes Leben führen, ist der Gesellschaft weitgehend egal.
Bei der Produktion von Eiern werden männliche Küken aus Nutzlosigkeit aussortiert und sofort (wenn sie Glück haben vergast) oder direkt geschreddert. Wie Hühner dann später in Käfigen Eier produzieren, muss man selbst Kindern nicht mehr erzählen, das sollte klar sein. Auch der Verzehr von tierischen Produkten, die nicht direkt durch die Ermordung des Tieres entstehen, unterstützt man schlechte Haltungsformen.

6. Stopp von Tier-Mord wegen Leder & Co.

Moderne Kunststoffe können natürliches Leder ersetzen. Manchmal erkennt man gar keine Wenn es denn von Tieren käme, die ohnehin natürlich sterben, könnte man noch argumentieren, dass man das Leder nutzen kann. Aber dies ist nicht so. Auch entsteht das Leder nicht nur als tierisches Nebenerzeugnis. Tiere werden bewusst für Leder und andere Tierprodukte geschlachtet. Zudem erhöht sich der allgemeine Profit der tierverachtenden Industrie. Vegan zu leben, bedeutet, möglichst auch auf alle Tierprodukte zu verzichten, die nichts mit Fleisch, Fisch und Milchprodukten zu tun haben, sondern auch auf nicht-essbare Tierprodukte. Dass bedeutet nicht, dass es Sinn macht, sofort alle seine Lederschuhe wegzuschmeißen. Aber man kann neue Kaufimpulse auf vegane Produkte setzen, etwa im Bereich Kleidung.

7. Förderung von moralisch korrekten Produzenten

Sei es der Bereich Nahrung oder der Bereich Kleidung, der Kauf von veganen Produkten fördert tendenziell die Produktion von moralisch korrekten Erzeugnissen. Oftmals kommen vegane Produkte aus einer Bio-Produktion, von der Natur und Umwelt profitieren. Wenn landwirtschaftlichen Erzeugern auch finanzielle Anreize geboten werden, nicht-tierische Produkte zu verkaufen, ist dies der beste Weg, ihnen dabei zu helfen, eben nicht mehr vom Tierleid abhängig zu sein.

8. Schaffung einer Identität

In der heutigen anonymen Gesellschaft tut es gut, wenn man sich mit seinem Lebensstil identifiziert – oder auch gleichgesinnte sucht und trifft. Wer vegan lebt, ist kein Öko-Extremist und trägt nur Baumwoll-Rollkragenpullis, geht zur Waldorf-Schule und kreuzigt Fleischesser. Diese Klischees sind schlichtweg Schwachsinn. Vegan leben, heißt modern und aufgeschlossen leben, mit Respekt gegenüber Tieren und der Natur.

9. Das Gefühl, etwas gutes zu tun

Selbst wenn man sich nicht gesellschaftlich engagiert, nichts spendet und weitgehend ein anonymes und egoistisches Leben führt, kann man mit einer veganen Lebensweise eine positiven Akzent setzen. Gegen das Massenphänomen der moralischen Verrohung gegenüber Tieren und für einen bewussten Umgang mit unser Nahrung. Dieses Gefühl tut einfach gut.

10. Spaß

Vegan leben macht Spaß. Man beschäftigt sich mit neuen Rezepten, neuen Produkten, erweitert seinen Horizont, probiert neue Dinge aus. Das steigert das allgemeine Denkvermögen, aktiviert die Sinne und Geschmacksnerven. Manch einer hat dadurch viele verloren gegangene Freuden wieder entdeckt.