Die dunkle Jahreszeit nähert sich langsam aber sicher ihrem Ende. Die Tage werden wieder heller. Doch der Frühling scheint noch weit entfernt. Aber nicht für Katzen: Sie beginnen nun mit den Vorbereitungen auf ihre Paarungszeit und miauen lautstark, um einen Partner zu werben. Einen gefunden, erblicken nach etwa 72 Tagen Trächtigkeit mindestens drei Junge das Licht der Welt.

„Wer im späten Frühjahr nicht mit einem Wurf Maikätzchen überrascht werden möchte, sollte sich jetzt um die Kastration seiner Katze kümmern“, so Birgitt Thiesmann, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN. „So trägt die eigene Katze auch nicht zur Überpopulation der Streunerkatzen bei.“

Denn die ohnehin schon hohe Anzahl herrenloser Streunerkatzen, bzw. verwilderter Hauskatzen, steigt immer weiter durch unkastrierte Tiere. In Deutschland leben bereits heute zwei bis drei Millionen. Da Katzen die Geschlechtsreife nach bereits vier bis fünf Monaten erreichen, und eine Katze meist zweimal jährlich trächtig mit mindesten drei Jungen ist, die wiederum auch nach vier bis fünf Monaten selber paarungsfähig werden, kann es innerhalb weniger Jahre zu einer enormen Überpopulation kommen.

Tausende von Kätzchen, die Jahr für Jahr in die Welt gesetzt werden, müssen als Streuner ein unsicheres Leben führen: Sie sind Wind und Wetter sowie einer unsicheren Ernährungssituation schutzlos ausgesetzt und sterben meist früh an ihren unbehandelten Krankheiten.

VIER PFOTEN fordert eine bundesweiten Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Hauskatzen.

Foto: © VIER PFOTEN

NO COMMENTS

Leave a Reply